Nicht in die Schultüte gelegt – Jüdisches Leben in Berlin

Bei der Auseinandersetzung mit den Menschenrechten werden die Kinder lernen, dass es in der Geschichte der Menschheit immer wieder Minderheiten gab, die aus unterschiedlichen Gründen wegen ihrer ihnen zugeschriebenen Andersartigkeit Opfer von Diskriminierungen und Gewalt wurden. Am Beispiel des jüdischen Lebens in Berlin werden sich die Kinder mit der Gruppe von Menschen auseinandersetzen, die historisch betrachtet seit Jahrhunderten mit Abneigung, Hass und Ablehnung konfrontiert ist. Die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5 und 6 werden sich mit dem Leben jüdischer Kinder, die zwischen 1933-1942 in Berlin lebten, beschäftigen. 

Das Lernmaterial Nicht in die Schultüte gelegt beruht auf Geschichten von sieben Menschen, die von den Nationalsozialisten als Jüdinnen und Juden verfolgt wurden und überlebten. Die Kinder von heute lernen Kinder von damals kennen. Sie erfahren Dinge aus deren Alltag, der sich nach 1933 durch die Diskriminierung und Verfolgung der Nationalsozialisten radikal verändert hat. Aber sie erfahren auch, dass die Zeitzeuginnen und Zeitzeugen nach 1945 weitergelebt haben, dass sie einen Beruf erlernt und eine Familie gegründet haben. Die jüngeren Schülerinnen und Schüler werden unter Nutzung fächerübergreifender Praxismaterialien altersgemäß an das Thema allgemein herangeführt. (Zweiter Teil des Textabsatzes geringfügig modifiziert aus der Handreichung übernommen)